Arnsberg und seine Lage: Warum der Schädlingsdruck hier besonders hoch ist
Arnsberg liegt im Hochsauerlandkreis an der mittleren Ruhr, eingebettet zwischen bewaldeten Höhenzügen des Sauerlandes und dem naturnahen Röhrtal. Die Stadt vereint Stadtteile mit sehr unterschiedlichem Charakter: Neheim und Hüsten als ehemals eigenständige Industriestädte mit dichter Wohnbebauung aus dem frühen 20. Jahrhundert, die Arnsberger Kernstadt mit Fachwerkhäusern und engen Gassen im historischen Stadtkern, sowie ländlich geprägte Ortschaften wie Oeventrop, Herdringen, Bruchhausen und Müschede, die von Grünland, Waldrändern und Fließgewässern umgeben sind.
Gerade die Flussnähe zur Ruhr und zu kleineren Zuflüssen wie dem Röhrbach schafft ideale Lebensbedingungen für Nager: Ratten nutzen Uferbereiche, Kanalnetze und feuchte Keller als Rückzugs- und Nistflächen. In den Hanglagen rund um Lattenberg, Höllinghofer Heide und Oelinghauserheide sind Mäuse im Herbst häufig auf der Suche nach warmen Winterquartieren in Kellern und Dachböden. Die Waldnähe begünstigt zudem das Aufkommen von Holzschädlingen sowie Wespen- und Hornissennestern in Dachstühlen und Fassadenverkleidungen.
Die Altbaustruktur in Neheim-Hüsten und der Arnsberger Innenstadt - mit Hohlräumen in alten Mauern, undichten Kellerdecken und veralteten Abwasserleitungen - bietet Schädlingen wie Schaben, Silberfischchen und Bettwanzen dauerhaft geeignete Verstecke. Gewerbetreibende in der Lebensmittelverarbeitung und Gastronomie entlang der B229 und im Industriegebiet Neheim stehen unter besonderem Druck, da behördliche Kontrollen nach der Biozid-Zulassungsverordnung (BZulV) regelmäßig stattfinden.





