Bedburg und seine Besonderheiten: Warum Schädlingsdruck hier spezifisch ist
Bedburg liegt auf einer Höhe von rund 70 Metern über NN in der niederrheinischen Tiefebene. Das Stadtgebiet grenzt im Norden an den Tagebaubereich Hambach und erstreckt sich über weitgehend flaches, agrarisch genutztes Land mit vereinzelten Gehölzstreifen und Entwässerungsgräben. Diese Gräben und Stillgewässer, insbesondere rund um die Ortsteile Garsdorf, Geddenberg und Harff, begünstigen die Ausbreitung von Nagern und Insekten erheblich.
Die historische Altstadt von Kaster mit ihrem mittelalterlichen Stadtmauerring zählt zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Region. Ältere Gebäude, teils mit Fachwerk und Natursteinkellern, bieten Ratten, Mäusen und Insekten ideale Eintrittspunkte. Auch in Kirchherten, Morken und Broich finden sich Hofstellen und Einfamilienhäuser mit Altbausubstanz, in denen Schädlinge regelmäßig auftreten. Hinzu kommt die Nähe zu den landwirtschaftlichen Flächen des Erfttals, die bei der Ernte Nagetiere in Wohngebiete treiben kann.
Die rückläufige Braunkohle-Industrie hat in Bedburg zudem gewerbliche Brachflächen und leerstehende Gebäude hinterlassen, die als Rückzugsräume für Schädlinge genutzt werden. Wer in Bedburg ein Schädlingsproblem bemerkt, sollte nicht lange zögern, denn unbehandelte Befälle breiten sich in dicht bebauten Ortsteilen wie Kirdorf oder Frauweiler schnell auf Nachbargebäude aus.





