Erftstadt und seine Besonderheiten als Lebensraum für Schädlinge
Erftstadt gehört zu den flächenmäßig größten Städten im Rhein-Erft-Kreis. Das Stadtgebiet umfasst mehr als zwanzig Ortsteile, die sich über eine weit gespannte Bördelandschaft erstrecken. Diese Struktur aus kleinen Dorfkernen, Neubaugebieten und ausgedehnten Ackerflächen schafft sehr unterschiedliche Bedingungen für Schädlinge. In den alten Ortslagen wie Lechenich, Gymnich und Bliesheim finden sich Gebäude aus dem 18. und 19. Jahrhundert mit Natursteinkellern und ungedämmten Dachböden, die für Mäuse, Marder und Tauben attraktiv sind. Die jüngeren Siedlungen in Liblar und Kierdorf hingegen kämpfen häufig mit Kellerfeuchte, die Schaben und Silberfischchen begünstigt.
Die Nähe zur Erft und mehreren Bächen, die durch das Stadtgebiet verlaufen, erhöht den Druck durch Wanderratten erheblich. Nach Starkregenereignissen, die in der Region in den vergangenen Jahren zugenommen haben, werden Ratten aus überschwemmten Kanalabschnitten regelrecht in Kellerbereiche und Gärten gespült. Auch die landwirtschaftlichen Flächen rund um Erp, Friesheim und Dirmerzheim bieten Nagern üppige Nahrungsquellen, sodass die angrenzenden Wohngebiete regelmäßig unter erhöhtem Befallsdruck stehen.
Hinzu kommt die Lage im klimatisch milden Rheinland: Die Durchschnittstemperaturen liegen im Sommer häufig über 25 Grad Celsius, was die Entwicklungszyklen von Insekten wie Schaben, Bettwanzen und Lebensmittelmotten deutlich beschleunigt. Eine Generation Schabe kann sich unter günstigen Temperaturbedingungen bereits in sechs bis acht Wochen vollständig entwickeln, was eine schnelle professionelle Reaktion unumgänglich macht.





