Castrop-Rauxel: Stadtstruktur und Schädlingsdruck im Ruhrgebiet
Castrop-Rauxel liegt im nördlichen Ruhrgebiet, eingeklemmt zwischen Dortmund, Herne, Recklinghausen und Waltrop. Die Stadt ist geprägt von einer Bebauungsstruktur, die über mehr als ein Jahrhundert gewachsen ist: dichte Zechensiedlungen wie Ickern und Habinghorst stehen neben großzügigeren Einfamilienhaus-Lagen wie Castroperholz oder Pöppinghausen. Diese Vielfalt bedeutet, dass Schädlinge in Castrop-Rauxel auf ein breites Spektrum an Nist- und Nahrungsquellen treffen.
Besonders relevant ist die industrielle Vergangenheit der Stadt. Alte Kanalnetze rund um den Rhein-Herne-Kanal, Brachen ehemaliger Zechenstandorte und wenig sanierte Kanaltrassen in älteren Stadtteilen wie Rauxel oder Deininghausen bieten Wanderratten und Hausratten ein ideales Ausbreitungsmilieu. Hinzu kommt das vergleichsweise feuchte Ruhrgebietsklima, das Schimmel und die damit verbundene Anlockung von Vorratsschädlingen begünstigt.
Castrop-Rauxel grenzt direkt an Herne, Recklinghausen, Dortmund-Mengede und Waltrop. Schädlinge kennen keine Stadtgrenzen: Ein Rattenbefall kann von einem brachliegenden Gelände in Schwerin in wenigen Wochen bis in angrenzende Wohnbebauung vordringen. Frühzeitiges Handeln schützt nicht nur das eigene Objekt, sondern die gesamte Nachbarschaft.





