Eberbach und der Odenwald: Warum die Lage den Schädlingsdruck erhöht
Eberbach liegt auf rund 130 Metern über dem Meeresspiegel an der Mündung des Itter- und Finsterbach-Systems in den Neckar. Die Stadt ist von ausgedehnten Mischwäldern des Odenwalds umgeben, was einerseits den Erholungswert enorm steigert, andererseits den natürlichen Lebensraum vieler Schädlingsarten direkt an die Bebauungsgrenzen heranführt. Nager wie Wanderratten und Mäuse folgen den Entwässerungsgräben und Bachlaufsystemen in Richtung Neckarwimmersbach und Friedrichsdorf bis in städtische Keller und Lagerflächen.
Die historische Altstadt von Eberbach mit ihren teils mittelalterlichen Sandsteingebäuden bietet durch Risse, alte Mauerwerksverbindungen und schlecht isolierte Keller ideale Eintrittspunkte für Mäuse und Ratten. In den Hanglagen rund um Rockenau und Pleutersbach begegnen Bewohner regelmäßig Wespennestern in Dachböden und Rollladenkästen, die sich in den Monaten Mai bis September rasant vergrößern. Der ländlich-städtische Übergang im gesamten Gemeindegebiet macht Eberbach zu einem Ort, an dem professionelle Schädlingsbekämpfung nicht nur in Ausnahmefällen gefragt ist.
Auch das feuchte Mikroklima in der Neckaraue selbst fördert das Vorkommen von Silberfischchen und Kellerasseln in Erdgeschosswohnungen sowie von Schimmelpilz-begünstigenden Bedingungen, unter denen sich bestimmte Schadinsekten wie Schaben wohlfühlen. Wer ein Gebäude im Überschwemmungsnahbereich des Neckars besitzt, sollte Keller und Bodenplatte regelmäßig auf Nagerspuren kontrollieren.





