Ehingen und seine besondere Lage als Faktor für Schädlingsdruck
Ehingen liegt in der Donauniederung am Rand der Schwäbischen Alb, eingebettet zwischen Flussauen, Streuobstwiesen und landwirtschaftlichen Flächen des Alb-Donau-Kreises. Die Nähe zur Donau bedeutet naturräumlich erhöhte Feuchtigkeit in Kellergeschossen und Erdgeschosslagen - ein Klima, das Schaben, Silberfischchen und Kellerasseln begünstigt. Gleichzeitig treffen in Ehingen historische Baujahrgänge aus dem 18. und 19. Jahrhundert auf Nachkriegsbebauung und neuere Siedlungserweiterungen Richtung Berg, Granheim und Dächingen.
Ältere Gebäude der Innenstadt weisen häufig offene Leitungsführungen, ungedämmte Hohlräume und Natursteinfundamente auf - klassische Einfallstore für Ratten und Mäuse, die die Wärme des Gebäudes nutzen, um Winterquartiere zu beziehen. In den Ortsteilen wie Rißtissen und Gamerschwang überwiegt landwirtschaftliche Bebauung mit Scheunen, Silos und Stallungen, die als Nahrungs- und Nistreservoir für Nager dienen und von dort aus auf benachbarte Wohngebäude übergreifen können.
Hinzu kommt der Gewerbebereich entlang der Bundesstraße und in den Industriegebieten nordöstlich des Stadtzentrums: Lebensmittelverarbeitende Betriebe, Gaststätten und Hotellerie unterliegen nach der Biozid-Durchführungsverordnung (BioVDV) §5 besonderen Nachweispflichten und müssen regelmäßige, dokumentierte Schädlingskontrollen vorhalten. Kaiser Kammerjäger koordiniert auch solche gewerblichen Aufträge mit entsprechend zertifizierten Partnerbetrieben.





