Geografie und Bebauung: Warum Edingen-Neckarhausen besonders anfällig ist
Die Gemeinde Edingen-Neckarhausen erstreckt sich beiderseits des Neckars auf einer Höhe von etwa 95 bis 115 Metern über dem Meeresspiegel. Die Flussnähe sorgt für ein mäßig feuchtes Mikroklima, das Nagetiere, Schaben und bestimmte Insektenarten begünstigt. Keller und Erdgeschosse älterer Gebäude in den Ortskernen von Edingen und Neckarhausen weisen häufig erhöhte Restfeuchtigkeit auf - ein klassisches Einfallstor für Hausmäuse, Wanderratten und Silberfischchen.
Die gewachsenen Wohnlagen entlang der Neckargemeinden sind geprägt von Einfamilienhäusern und Doppelhaushälften mit angrenzenden Gärten, Kompostecken und Obstbäumen. Gerade Obstbaumgärten ziehen im Spätsommer und Herbst Ratten und Mäuse an, die dann über offene Leitungen, Kellerfenster oder Risse im Mauerwerk ins Gebäudeinnere gelangen. Auch das Gewerbegebiet südlich der B 38 in Edingen-Neckarhausen bringt durch Lagerlogistik und Lebensmittelbetriebe ein erhöhtes Risiko für Schaben- und Nagetierbefall mit sich.
Neuere Baugebiete in Neu-Edingen sind zwar strukturell dichter gebaut, doch auch hier treten Wespen- und Hornissennester unter Dachpfannen oder in Rollladenkästen regelmäßig auf. Die Nähe zu den Auenwäldern entlang des Neckars erhöht den natürlichen Siedlungsdruck verschiedener Schädlingsarten ganzjährig.





