Emmerich am Rhein: Geografie, Klima und Schädlingsdruck
Emmerich am Rhein bildet den nördlichsten Abschluss des Kreises Kleve und liegt auf etwa 51,84 Grad nördlicher Breite - geografisch auf Augenhöhe mit Rotterdam und London. Das Stadtgebiet erstreckt sich beidseitig der Rheinfähre und umfasst neben dem eigentlichen Stadtkern die charakteristischen Ortsteile Elten und Hoch Elten auf dem Eltenberg, das ländliche Hinterland in Praest, Vrasselt und Borghees sowie die rheinnahen Lagen von Hüthum und Dornick.
Das Klima ist atlantisch geprägt: milde Winter, mäßig warme Sommer und ganzjährig hohe Luftfeuchtigkeit. Der Rhein als unmittelbarer Nachbar beeinflusst nicht nur die Grundwasserstände, sondern auch die Wanderbewegungen von Wanderratten (Rattus norvegicus), die entlang der Kanalisation und der Uferbefestigungen in bewohnte Gebäude eindringen. Zusätzlich begünstigt die intensive Landwirtschaft im Umland - Obstanbau, Gemüse, Getreidewirtschaft - die Ausbreitung von Mäusen, Kornkäfern und anderen Vorratschädlingen, die von Feldern in Lagerräume und Haushalte gelangen.
Die historische Altbausubstanz rund um den Rheinkai, der Industriehafen mit seinen Logistikflächen sowie der grenzüberschreitende Warenverkehr in Richtung Niederlande erhöhen das Risiko für eingeschleppte Schädlinge wie Bettwanzen, Schaben und Holzbock-Käfer zusätzlich. Gewerbebetriebe entlang der B220 und im Gewerbegebiet Emmerich-West sind erfahrungsgemäß ebenso betroffen wie Privathaushalte in ruhigeren Wohnlagen in Leegmeer oder Speelberg.





